
Der von Russland begonnene Krieg in der Ukraine stand im Mittelpunkt des jüngsten Gesprächs des korrespondenten.café, für das Gastgeber Ewald König den ehemaligen Vorsitzenden der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, gewinnen konnte. Bei diesem Krieg, so Ischinger, gehe es um ganz grundsätzliche Fragen unserer Sicherheit. Ischinger stellte zugleich klar, dass es sich nicht um einen Krieg der NATO handele. Denn die Unterstützung der Ukraine mit Waffenlieferungen werde nicht durch das Bündnis entschieden, sondern individuell von den jeweiligen Staaten. Der Kritik an Waffenlieferungen erteilte der frühere Botschafter und AA-Staatssekretär eine deutliche Absage, insbesondere wenn sie aus nicht fachkundigen Kreisen vorgetragen werde. Die Erfahrung lehre, dass Verhandlungsbereitschaft erst einsetze, wenn mindestens eine Konfliktpartei nicht mehr weiterkomme. Mit Blick auf China und die Pazifik-Region, konstatierte Ischinger gegenüber den in-und ausländischen Journalisten des korrespondenten.café, dass Deutschland und Europa auf die geopolitische Lage nicht genügend vorbereitet seien. China werde das wesentliche Thema der Zukunft sein, bei dem die 27 EU-Staaten mit einer Stimme sprechen müssen.
2022-07-05


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