Von Polen bis Zentralasien: Deutschlands Handel mit Osteuropa

Von Svetlana Alexeeva

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Die EU-Erweiterung 2004 war für Europa ein historisches Ereignis: Zehn neue Mitgliedsländer – mit Ausnahme von Malta und Zypern, allesamt osteuropäische, ehemals sozialistische Staaten – traten der EU bei. Es war die bisher größte Erweiterungsrunde, sowohl bei der Anzahl der neuen Staaten als auch der neuen EU-Bürgerinnen und -Bürger, die allgemein als "EU-Osterweiterung" bezeichnet wird. Zwei Jahrzehnte später bezeichnet Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses (OA), einer Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft, Osteuropa „einen Wirtschafts- und Chancenraum direkt vor unserer Haustür“. Die Zahlen untermauern die Aussage: Im letzten Jahr belief sich das Handelsvolumen Deutschlands mit den 29 Mitgliedsländern des OA auf rund 550 Milliarden Euro.

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Kroatien-Empfang in der Botschaft

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Bei strahlendem Sonnenschein ist mit einem Mittagsempfang im Garten der kroatischen Botschaft in Berlin-Schöneberg der Nationaltag des Landes und der Tag der Streitkräfte Kroatiens gefeiert worden. Kroatien sei ein verlässlicher Partner in der EU und der NATO, erklärte Botschafter Gordan Bakota (Foto, am Rednerpult) in seinem Grußwort. Sein Land zeichne sich aus durch eine stabile Demokratie und eine erfolgreiche Wirtschaft mit Wachstumsraten, die zu den höchsten in der Europäischen Union gehören. Rund 500.000 Kroaten, die in Deutschland leben, trügen zur engen Partnerschaft zwischen beiden Ländern bei. Auch wenn es um die Verteidigung der Freiheit in Europa gehe, sei auf Kroatien Verlass.

Touristischer Partner der Veranstaltung war die Insel Brač nahe Split an der dalmatinischen Küste, Kroatiens drittgrößte Insel, die für ihr mildes Klima, traumhafte Strände und eine herausragende Gastronomie bekannt ist. Am Abend zuvor hatte sich die Insel bereits Berliner Tourismusjournalisten präsentiert. Brač ist auch die Heimat des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, der ebenfalls beim Empfang anwesend war. (fs)


Indonesische Tiger bekommen Namen

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Der Nachwuchs der Sumatra-Tiger im Tierpark Berlin hat endlich Namen bekommen: Ab sofort hören sie auf die Namen Ede und Kuno. Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Großkatzen der Welt. Das Tiger-Team des Tierparks und die indonesische Botschaft haben sich gemeinsam für diese Namen entschieden. Aufgrund von Regenwaldverlust und menschlichen Eingriffen sinkt die Populationsgröße der Sumatra-Tiger in ihrem natürlichen Lebensraum beständig, so dass die Tierart von der Roten Liste der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ geführt wird. Der Tierpark Berlin setzt sich aktiv für den Erhalt dieser majestätischen Tiere und ihrer Lebensräume ein. Die Sensibilisierung für das Thema des Artensterbens und der Rolle des Menschen dabei ist heute eine bedeutende Verpflichtung für moderne Zoos. Daher ist dies auch die zentrale Botschaft des Regenwaldhauses im Tierpark Berlin, dem Zuhause der Sumatra-Tiger-Familie. Die tropischen Paradiese, die als die artenreichsten Lebensräume der Erde gelten, sind weltweit in Gefahr. Die Tiere sind Botschafter ihrer Art und erinnern daran, wie wichtig der nachhaltige Schutz ihrer Lebensräume ist. Diese Botschaft unterstrich auch der stellvertretende indonesische Botschafter, Fajar Wirawan Harijo: "Die Republik Indonesien engagiert sich tatkräftig für die Bewahrung bedrohter Arten durch internationale Naturschutzprogramme und steht fest an der Seite des Tierpark Berlin. Diese langjährige Tradition im Bereich des Artenschutzes unterstützt das Land Indonesien durch eine enge Zusammenarbeit.

Bild: Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem (l.) mit dem  stellv. Botschafter Indonesiens in Deutschland Fajar Wirawan Harijo bei der Namensverkündung im Tierpark Berlin, Foto: Hans-Peter Gaul


Lettland feiert Wiederherstellung der Unabhängigkeit

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Lettlands Botschafterin Alda Vanaga (Foto, Mitte) lud in den Garten ihrer Botschaft in der Reinerzstraße ein, um die Wiederherstellung der Unabhängigkeit des Landes zu feiern. Lettland habe in diesen 34 Jahren viel erreicht und sei stolz darauf, zurück in Europa zu sein, sagte die Botschafterin. Sie erinnerte an den lettischen Beitritt zur Europäischen Union und zur NATO vor 20 Jahren. Zehn Jahre später, 2014, hatte Lettland den Euro eingeführt. Als musikalischen Leckerbissen konnten die Gäste bei strahlendem Sonnenschein das Konzert einer großen Gruppe lettischer Koklespieler genießen. Die Kokle ist ein zitherähnliches lettisches Zupfinstrument, das in der Volksmusik des Landes eine herausragende Rolle spielt. Am 4. Mai 1990 hatte Lettland die Wiederherstellung seiner Unabhängigkeit erklärt, die nach dem Zerfall der Sowjetunion wirksam wurde. (fs)


Königstag

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Zum diesjährigen niederländischen Königstag lud Botschafter Ronald von Roeden (Foto) in die Vertretung seines Landes in der Klosterstraße ein. Mit dem Königstag wird der Geburtstag von König Willem-Alexander gefeiert, der den Thron 2013 von seiner Mutter Beatrix übernommen hatte. Die Niederlande und Deutschland stünden bei den Herausforderungen der Gegenwart fest zusammen und zögen an einem Strang, erklärte der Botschafter in seiner Grußansprache. Daran werde sich auch mit einer neuen Regierung in seinem Land nichts ändern. Er erinnerte daran, dass die Niederlande im vorigen Jahr das Gastland der Berliner Sicherheitskonferenz waren. Der Bundestagsabgeordnete Otto Fricke (FDP), Vorsitzender der Deutsch-Niederländischen Parlamentariergruppe, sagte, von den niederländischen Nachbarn könne man lernen, wie mit manchen Problemen etwas entspannter umgegangen werde. Ahmed Aboutaleb, seit 2008 Bürgermeister von Rotterdam, sprach über die Rolle von Europas größtem Hafen für die Wirtschaft beider Länder. (fs)


Pakistan Day in der Residenz

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Zu einer Gartenparty in ihre Residenz im Westend bat die pakistanische Botschafterin Saqlain Syedah (Foto, am Rednerpult) ihre Gäste, um den Pakistan Day zu feiern. Der Feiertag erinnert an die Lahore-Resolution von 1940, ein Meilenstein auf dem Weg zur Gründung des Staates Pakistan, der im August 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indiens entstand. Heute rangiert die Islamische Republik Pakistan mit rund 246 Millionen Einwohnern auf Platz 5 der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde. Ihr Land habe in seiner Geschichte schon viele Herausforderungen zu meistern gehabt, sagte die Botschafterin, die seit Oktober 2023 im Amt ist. Sie lobte die guten bilateralen Beziehungen zu Deutschland, die sie noch mehr vertiefen wolle. "Lang lebe die pakistanisch-deutsche Freundschaft", schloss die Botschafterin ihre Rede. Petra Sigmund (Foto, links), Abteilungsleiterin Asien und Pazifik im Auswärtigen Amt, überbrachte die Glückwünsche der Bundesregierung. Deutschland sei Pakistans wichtigster Handelspartner in der EU, erklärte sie. Der bilaterale Handel habe ein Volumen von 4 Mrd. Euro. (fs)


Gemeinsame Erklärung

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Wir begrüßen den Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz in Begleitung einer starken Wirtschaftsdelegation in China. Wir hoffen, dass dieser Besuch nicht nur zu einer Vertiefung unserer für Deutschland so wichtigen Wirtschaftsbeziehungen beiträgt, sondern auch zur Völkerverständigung. In dieser Zeit höchster internationaler Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen und Umwälzungen ist ein solcher Dialog der einzige richtige Weg.

So hoffen wir aus tiefer Sorge um die Menschen in der Ukraine und um den Frieden in Europa, dass bei diesem Besuch in der Volksrepublik China auch die Friedensbemühungen Chinas und ihres Sondergesandten Li Hui zur Beendigung des Ukrainekrieges zur Sprache kommen und der Bundeskanzler diese Bemühungen offen begrüßt und unterstützt. Es gibt zurzeit keinen anderen erfolgversprechenden Vermittlungsversuch zwischen der Ukraine und Russland. Wir dürfen die sich hier bietende Möglichkeit, diesen grausamen Krieg zu beenden, nicht wieder ungenutzt verstreichen lassen! 

Eine Verlängerung des Krieges wäre sinnlos und unverantwortlich. Der Krieg kann von der Ukraine auch mit mehr Waffen nicht mehr gewonnen werden und so würde er nur zu unermesslich mehr menschlichem Leiden und Zerstörungen des Landes führen. Das einflussreiche amerikanische Quincy Institute for Responsible Statecraft warnte kürzlich sogar, dass nur noch sofortige Verhandlungen einen totalen Zusammenbruch der Ukraine verhindern könnten. Dazu dürfen wir es nicht kommen lassen. Die Lage ist also ernst und braucht mutige Entscheidungen.

Die Menschen in der Ukraine sehnen sich nach Frieden. Von Umfragen wissen wir, dass eine große Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung eine diplomatische Lösung verlangt. Auch in Deutschland gibt es eine wachsende Mehrheit, die sich für Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen ausspricht. In dieser Situation müssen wir Frieden dem Krieg vorziehen.

Die deutsche Regierung ist in der Verpflichtung, dem Frieden eine Chance und dem ukrainischen Volk positive Zukunftsaussichten zu geben! Der Besuch des Bundeskanzlers in China könnte so ein entscheidendes Signal setzen, durch internationale Zusammenarbeit eine friedliche Lösung zu finden. Das könnte dann auch ein Signal für die vielen ungelösten anderen Kriege in der Welt werden.

Hajo Funke, Harald Kujat, Peter Brandt, Michael von der Schulenburg


St. Patrick's Day

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In die Botschaft von Irland in der Jägerstraße am Gendarmenmarkt lud Botschafter Dr. Nicholas O'Brien ein, um den traditionellen St. Patrick's Day, den irischen Nationalfeiertag, zu begehen. Der Botschafter freute sich sehr, dazu auch den aus Irland angereisten Staatsminister Martin Heydon, T.D., persönlich begrüßen zu können. "Wir kommen heute im Geist der Freundschaft zusammen und feiern mit den Iren in aller Welt", sagte der Staatsminister. Irlands Bevölkerung sei eine der jüngsten in der Europäischen Union, in der man mit Deutschland eng zusammenarbeite. In München werde bald ein neues Honorarkonsulat eröffnet. Unter den Gästen waren auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nicola Eterović, Honorargeneralkonsulin Brigitte Wagner-Halswick (Bergisch Gladbach) und Honorgeneralkonsul Dr. Wolfgang Häfele aus Stuttgart. (fs)

Foto (von links): Botschafter Dr. Nicholas O'Brien, Andrej Gross (Deutsche Messe), Tuesday Porter (TÜV Nord), Staatsminister Martin Heydon, T.D.


Fränkische Kurstädte Bad Kissingen und Bad Königshofen

Von Svetlana Alexeeva

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  • Die „europäische Kur“ ist ein Kulturphänomen, das bereits in der Antike seinen Ursprung fand. Ihre Blütezeit erlebte sie jedoch von 1700 bis in die 1930er Jahre. Es fällt schwer, die urbanen, sozialen und kulturellen Facetten der zahlreichen Kurorte in Europa jener Zeit zusammenzutragen. Stellvertretend dafür stehen die „Great Spa Towns of Europe“: Elf Kurstädte, die als transnationales UNESCO-Welterbe anerkannt sind. Bad Kissingen und Bad Königshofen in Franken repräsentieren diese Epoche und haben andere Kurorte in Europa und weltweit inspiriert.

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Litauen feiert Unabhängigkeit

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In die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund lud Litauens Botschafter Ramūnas Misiulis (Foto) ein, um den 34. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit der baltischen Republik zu feiern. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, hieß die zahlreichen Gäste aus Diplomatie, Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien in der "Botschaft des Westens" in der Hiroshimastraße.herzlich willkommen. Botschafter Misiulis lobte die engen Beziehungen zwischen seinem Land und Nordrhein-Westfalen dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ganz besonders freute er sich, dass er zum Empfang Litauens Premierministerin Frau Ingrida Šimonytė begrüßen konnte, die sich mit einer Grußrede an die Gäste wandte, in der sie dazu aufrief, Frieden und Freiheit in Europa gemeinsam zu verteidigen. Staatsministerin Katja Keul vom Auswärtigen Amt gratulierte im Namen der Bundesregierung. (fs)


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