Bulgariens Präsident beim DIHK

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Bei seinem Deutschland-Besuch nutzte Bulgariens Präsident Ruman Radev die Gelegenheit, am 16. Mai vor Vertretern und Vertreterinnen der Wirtschaft zu sprechen. Eingeladen hatten der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer (AHK), unterstützt durch das Deutsch-Bulgarische Forum. Digitalisierung, Ausbildung von Fachkräften und vor allem Energiefragen standen im Mittelpunkt der Rede des Präsidenten wie auch im anschließenden Gespräch, moderiert vom Präsidenten der AHK Bulgarien, Tim Kurth. Angesichts eines Energiemix des Balkanlandes von über 40 Prozent aus fossilen Quellen, 20 Prozent Nuklearenergie und immerhin fast ebenso viel aus erneuerbaren Energien, nannte Präsident Radev den Green Deal der EU eine Herausforderung.

Foto (von links): Bulgariens Präsident Ruman Radev; Tim Kurth, Präsident der AHK Bulgarien


Haiti-Empfang

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Haitis Botschafter Dr. Frantz Bataille (links) lud zu einem festlichen Abendempfang ins Hotel Bristol am Kurfürstendamm ein, um den "Haitian National Flag Day" zu feiern. Trotz aller Herausforderungen, mit denen sein Land heute konfrontiert sei, bleibe Haiti ein "Land der Lieder, des Tanzes und des Lächelns", betonte der promovierte Mediziner, Journalist und Buchautor in seiner eindrucksvollen Grußrede. Der Botschafter erinnerte daran, dass Haiti, das vor mehr als 200 Jahren seine Unabhängigkeit erkämpfte, die "erste schwarze Republik der Welt" war. Unter den zahlreichen Gästen waren die Botschafterinnen von El Salvador, Florencia Vilanova de von Oehsen, und Kuba, Juana Martinez Gonzalez, sowie die Botschafter Roberto Jaguaribe (Brasilien) und Tom Amolo (Kenia).


Paraguay feiert

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Paraguays Botschafterin Wilma Patricia Frutos Ruiz (Foto) empfing und bewirtete ihre Gäste zum Nationalfeiertag des Landes im traditonsreichen Restaurant "Eierschale" in Dahlem. "Wir möchten mit Ihnen heute ein kleines Stück unseres geliebten Paraguay teilen", sagte die Diplomatin in ihrer auf Deutsch gehaltenen Grußansprache. Sie würdigte die Rolle der deutschen Einwanderer in Paraguay und kündigte den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland an. Die Corona-Pandemie habe auch für ihr Land neue Herausforderungen gebracht, werde aber hoffentlich bald überwunden sein, so die Botschafterin. Unter den Gästen waren die Präsidentin des Ambassadors Club, Dr. h.c. Mania Feilcke, der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, und zahlreiche Botschafterinnen und Botschafter, vor allem aus Süd- und Mittelamerika.


Im korrespondenten.café: Staatssekretär Jörg Kukies

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Einen Ausblick auf den vom Vorsitzland Deutschland organisierten G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau gab Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, beim jüngsten korrespondenten.café am 6. Mai. Der Sherpa der G7- und G20-Gipfel stellte sich den Fragen von Ewald König, Ausrichter und Organisator des korrespondenten.café. Neben den G7-Mitgliedern Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Vereinigtes Königreich und USA werden am diesjährigen Gipfeltreffen vom 26. bis 28. Juni auch Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika teilnehmen. Die Fragen der zahlreich anwesenden in- und ausländischen Journalisten betrafen, vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges, u.a. die zukünftige Energiepolitik und die Perspektiven der Ukraine auf eine EU-Mitgliedschaft.


Hamburg: Ivan Krastev zur Zukunft der EU

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Zur Zukunft der Europäischen Union sprach der bulgarische Politikwissenschaftler und Politikberater Ivan Krastev am 3. Mai im Rahmen der Europawoche 2022 in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi. Gastgeber waren deren Hauptpastorin Pröbstin Astrid Kleist und Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul Bulgariens in Hamburg. Krastev, Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und Leiter des Centre for Liberal Strategies in Sofia, erinnerte daran, dass die Staaten Ost- und Mittelosteuropas aus nach dem Ersten Weltkrieg zusammengebrochenen Reichen entstanden seien: dem zaristisch- russischen, dem osmanischen und dem habsburgischen Reich. Im anschließenden Gespräch mit Florian Nehm, Head of EU-Affairs der Springer SE und Stellvertretender Vorsitzender des Club von Berlin, konstatierte Krasterv, dass in der Europäische Union nicht Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Staaten bestehen, sondern zwischen städtischen und ländlichen Regionen.

Zu den Gästen zählten Bulgariens Botschafterin Elena Shekerletova sowie mehrere Hamburger Honorarkonsuln. Für die Freie und Hansestadt sprach Staatsrätin Almut Möller ein Grußwort, Bevollmächtigte beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten.

Foto (von links): Ivan Krastev, Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul Bulgariens in Hamburg


Parlamentarischer Abend

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Die Botschafterin der Republik Honduras, Christa Castro Varela, der Vorsitzende des Bundesverbands der Zigarrenindustrie, Peter Wörmann (rechts), und der Geschäftsführer des Bundesverbands, Bodo Mehrlein (2. von rechts), luden zu einem Parlamentarischen Abend ins Restaurant Borchardt ein. Honduras sei für die mittelständisch geprägte deutsche Zigarrenindustrie in wichtiger Wirtschaftspartner, erklärte Peter Wörmann. Zigarren, hob er hervor, seien ein "Genussartikel".

Botschafterin Castro Varela unterstrich die große Bedeutung der handwerklichen Zigarrenherstellung für die Volkswirtschaft von Honduras. “Die handgefertigten Zigarren, die ausgebildeten Arbeitskräfte und die jahrzehntelange Erfahrung im Anbau dieses Produkts haben Honduras zu einem der führenden Länder im Anbau von Tabaken und in der Herstellung von Zigarren gemacht”, so die Botschafterin. “Aber wir sind heute hier, um mit Ihnen einen Blick hinter die Kulissen der Zigarrenindustrie zu werfen: Sie ist für den sozialen Nutzen von mehr als 50.000 Familien in den Anbaugebieten verantwortlich und schafft Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung. Denken Sie also jedes Mal, wenn Sie eine gute Zigarre genießen, an die Hände, die sie für Sie hergestellt haben, und an die Frauen, Männer, die ein besseres Leben führen können, weil ihr Leben von den Arbeitsplätzen abhängt, die in der Zigarrenindustrie geschaffen werden.”

Im Anschluss sprach sich Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie, für ein Regulierungsmoratorium bei Zigarren und Zigarillos aus. Es handelt sich bei diesen Produkten eindeutig um ein Genuss- und Kulturgut, welches eine besondere Stellung unter den Tabakprodukten einnimmt, denn Zigarren und Zigarillos werden nur gelegentlich und meist von männlichen Konsumenten gehobenen Alters geraucht. Ein Jugendschutzproblem gebe es nicht.

Unter den Gästen des Parlamentarischen Abends waren auch die Botschafterinnen Juana Martinez Gonzalez (Kuba), Lydia Peralta Cordero (Costa Rica), Brasiliens Botschafter Roberto Jaguaribe und der Geschäftsführer des Lateinamerika-Vereins, Orlando Baquero.


Empfang zum Königstag

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Zum Königstag, dem niederländischen Nationalfeiertag, gab Botschafter Ronald van Roeden (Foto) einen Mittagsempfang auf der sonnigen Dachterrasse des Botschaftsgebäudes in der Klosterstraße. "Gemischte Gefühle" habe er, bekannte der Botschafter, als er zur Begrüßung der Gäste ans Rednerpult trat. Er freue sich, dass der Königstag in Berlin friedlich gefeiert werden könne, so der niederländische Missionschef, er denke aber auch an den schrecklichen Krieg in der Ukraine, der so schnell wie möglich beendet werden müsse. Deutschland und die Niederlande seien durch ihr gemeinsames Eintreten für Demokratie und Menschenrechte eng miteinander verbunden. Unter den zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien waren der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, die Botschafterinnen Maria Papakyriakou (Zypern) und Elena Shekerletova (Bulgarien) sowie die Botschafter Gordan Bakota (Kroatien), Giovanni Xuereb (Malta) und Phumelele Sizani (Südafrika).


Wild aus Mecklenburg-Vorpommern

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Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (Foto), die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Jutta Bieringer, und Dr. Volker Böhning, Präsident des Deutschen Jagdverbandes und des Landesjagdverbandes M-V baten zu einem festlichen Abendessen in die Landesvertretung in den Ministergärten, um den Gästen im Rahmen der neuen Kampagne "Wild aus MV - Natur und Genuss" Wild aus ihrem Bundesland schmackhaft zu machen. Wald und Wild gehörten zusammen, sie seien ein fester Bestandteil der Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, erklärte Minister Dr. Backhaus in seinem Grußwort. Das Thema Wild habe Zukunft, betonte der SPD-Politiker. Als Vorspeisen wurden die Gäste mit Hirschsalami, Wildleber- und Jagdwurst, Hirschpastete, Wildmett und Wildknacker verwöhnt. Als Hauptgang wurde frischer Hirschrücken vom Grill serviert, zubereitet von den "Grill-Rebellen" von "Spindler Wildbearbeitung" aus Hagenow.


Japan-Ausstellung

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Es war Rückblick und Ausblick zugleich, als im Berliner Roten Rathaus am 28. März die Ausstellung „Japans Meisterwerke der Holzarchitektur“ eröffnet wurde. Mit ihr wird das Jubiläumsjahr anlässlich des 160-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Japan offiziell beschlossen - „unser Wertepartner in Asien“, wie die Generalsekretärin des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, Dr. Julia, Münch, das fernöstliche Land nannte.

Japans Botschafter Hidenao Yanagi erinnerte insbesondere an die Beziehungen Berlins zu seinem Land und erwähnte beispielhaft an das im Humboldt-Forum gezeigte japanische Teehaus und vor allem an den japanischen Arzt Mori Ōgai (1862 – 1922), der u. a. in Berlin studiert hatte. In der Berliner Luisenstraße erinnert eine Gedenkstätte an den Übersetzter bedeutender deutscher Literatur, darunter Goethe und Schiller.

Kunst und Kultur zeigen, wozu menschliche Hervorbringungen in der Lage seine, so der Direktor des Japanischen Kulturinstituts Köln, Prof. Dr. Keiichi Aizawa, wie die nun ausgestellten Bilder des Fotografen Mitsumasa Fujitsuka und die abgebildete Holzarchitektur. Darunter wurden einige von der japanischen Regierung zu „Naturschätzen“ erklärt.

Den Ausblick öffnete Berlins Bevollmächtigte beim Bund, Staatssekretärin Ana-Maria Trăsnea mit ihrem Hinweis auf die 30-jährige Städtepartnerschaft Berlin – Tokio, die 2024 anstehe.

Die Ausstellung ist bis 29. April zu besichtigen, Montag bis Freitag 9 -18 Uhr

Bild: v. l. Dr. Julia, Münch, Prof. Dr. Keiichi Aizawa, Staatssekretärin Ana-Maria Trăsnea, Botschafter Hidenao Yanagi, Tokiko Kiyota, stellv. JDZB- Generalsekretärin

 


Korrespondenten-Café mit Christoph Heusgen

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Schon zum zweiten Mal konnte Ewald König, Gastgeber des Korrespondenten-Cafés im Steigenberger-Hotel am Berliner Hauptbahnhof, Botschafter Dr. Christoph Heusgen (Foto links) begrüßen. Heusgen, langjähriger außenpolitischer Berater von Kanzlerin Merkel und danach von 2017 bis 2021 Deutschlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York, ist seit Februar als Nachfolger von Wolfgang Ischinger neuer Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz.

Im Korrespondenten-Café diskutierte er mit Auslandskorrespondenten aus aller Welt über Russlands Krieg in der Ukraine. Dieser könne sich nach seiner Einschätzung zum Stellungskrieg und zu einem "frozen conflict" entwickeln, schätzte Heusgen ein. Mit Putin, der vor dem Scherbenhaufen seiner Politik stehe, sehe er kaum eine Möglichkeit, den Konflikt zu lösen, machte der Botschafter deutlich. Hoffnung mache ihm die transatlantische Geschlossenheit, die den Invasoren entgegen gebracht werde. An der von Gastgeber Ewald König moderierten Diskussion beteiligten sich unter anderem Auslandsjournalisten aus Italien, Chile und Palästina.


Vortrag im ICAA zur „Geopolitik im 21. Jahrhundert“

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Wir erleben vielleicht das Ende der Zwischenkriegszeit, vermutete Prof. Eberhard Sandschneider am 17. März im Internationalen Club im Auswärtigen Amt, mit Blick auf den von Russland gegen die Ukraine vom Zaun gebrochenen Krieg. Die gegenwärtige Situation gab dem Vortrag des China- und Ostasien-Experten, der eigentlich über „Chinas Aufstieg und die Zukunft der globalen Ordnung – Geopolitik im 21. Jahrhundert“ sprechen wollte, eine neue und aktuelle Wendung. In der zukünftigen geopolitischen Architektur spielt China ungeachtet des Krieges in Osteuropa eine wesentliche Rolle, möglicherweise mehr denn je. Denn, so der frühere FU-Professor, das 21. Jahrhundert, werde von der Rivalität China ./. USA geprägt sein. Das Herzland Eurasiens sei China, nicht Russland.  

Im gegenwärtigen Konflikt schwanke China zwischen sich widersprechenden Interessen: die Ukraine liefert ca. 30 Prozent der chinesischen Weizenimporte und China ist Erbauer der größten Windkraftanlage Europas im Gebiet Donezk. Andererseits müsse die chinesische Führung ihr Wohlstandsversprechen gegenüber der Bevölkerung garantieren, was auf den Handelsbeziehungen mit Europa und den USA fuße. Außerdem werde Chinas Hauptinteresse vom US-Vorgehen im Pazifik bestimmt.

Fazit des nunmehrigen Partners des Beratungsunternehmens Berlin Global Advisors:  „Wir sind zurück in einem machtpolitischen Zeitalter“. Und der optimistische Aspekt:  man dürfe an der Demokratie nicht verzweifeln. Bei Kriegen gegen die Demokratie habe die Demokratie immer gewonnen.


Pommern-Abend

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Mit der jüngsten Wendung in der wechselvollen Geschichte wurde Pommern seit 1945 zum Grenzland: Pomorze heißt der polnische Teil, (Vor-) Pommern der deutsche. Beides bedeutet in etwa: Land am Meer. In der DDR war der Gebrauch des Namens (Vor-) Pommern verboten. „Land in Sicht! Pommern jenseits der Strände“ ist das Themenjahr des Kulturforums östliches Europe überschrieben, das in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eröffnet wurde. Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär in der Schweriner Staatskanzlei, bemerkte zur Eröffnung, dass die nordöstlichste Region Deutschland zu Unrecht unterschätzt werde. Neben Erholung habe (Vor-) Pommern viel Kultur zu bieten. Davon zeuge z. B. das Pommersche Landesmuseum in Greifswald, gegründet 1995, das von seiner Direktorin Dr. Ruth Slenczka vorgestellt wurde. Die Arbeit an der Erweiterung des Museums stellten die Kuratoren Gunter Dehnert und Dr. Birte Frenssen vor: insbesondere wird bis 2024 an einer Galerie und Sonderausstellung zum 250. Geburtstag des aus Greifswald stammenden Malers Caspar David Friedrich gearbeitet, übrigens nicht der einzige bedeutende Maler der Romantik aus Pommern. Die gut funktionierende, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region vertieften in einem Podiumsgespräch der Gründungdirektor des Pommerschen Landesmuseums, Dr. Uwe Schröder, und Prof. Dr. Rafat Makała, früherer Direktor des Nationalmuseums Stettin/ Szczecin, von der Universität Danzig/ Gdansk.

Bild: v. l. Dr. Uwe Schröder, Gründungdirektor des Pommerschen Landesmuseums; Moderatorin Juliane Voigt; Prof. Dr. Rafat Makała, früherer Direktor des Nationalmuseums Stettin/ Szczecin, Universität Danzig/ Gdansk.


Sigmar Gabriel im Korrespondenten-Café

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Die noch in den letzten Monaten geführten Überlegungen über Fehler und Irrtümer der NATO-Staaten bezüglich der Einschätzung des russischen Sicherheitsbedürfnisses jetzt fortgesetzt anzustellen, hält der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für unangebracht. Mit dem bewaffneten Angriff auf das Nachbarland Ukraine habe sich Russland eindeutig durch den Bruch völkerrechtlicher Mindeststandards ins Unrecht gesetzt. Dies sei der nunmehrige Ausgangspunkt für alles weitere Handeln. Fest stehe, dass niemand mit einer militärischen Invasion gerechnet habe. Dieser Krieg, prophezeite der Vorstandsvorsitzende der Atlantik-Brücke vor internationalen Journalisten beim korrespondenten.cafe, werde keine Sieger haben, aber auf jeden Fall einen Verlierer: Russland. Für Europa werde eine Dekade der Unsicherheit beginnen. Für die zukünftige deutsche Außenpolitik reiche es nicht, Werte und Prinzipien hochzuhalten, es gehe um Interessen. Hierbei gelte es, auf das transatlantische Bündnis zu setzen. Wissend, dass er dafür keinen ungeteilten Beifall ernte, lobte der Ex-SPD-Politiker die vermittelnde Rolle der Türkei, indem sie von ihrer Befugnis aus dem Vertrag von Montreux Gebrauch gemacht habe und die Durchfahrt militärischer Schiffe durch den Bosporus unterbinde. Dies vermeide eine Eskalation im Schwarzen Meer. Von korrespondenten.cafe-Gastgeber Ewald König eingangs nach dem Erfolg der vermittelnden Bemühungen von Putin-Freund und Ex-Kanzler Gerhard Schröder gefragt, blieb Gabriel diplomatisch: jeder Gesprächskanal sei zu nutzen.

Foto: Sigmar Gabriel (links) mit korrespondenten.cafe-Gastgeber Ewald König


Finnland: Jazzkonzert im Felleshus

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Tanja Huutonen, Botschaftsrätin für Presse und Kultur der finnischen Botschaft, lud zur Jazzkantine mit Winter´s Jazz Workshop 22 ins Felleshus der Nordischen Botschaften ein. Gerade in Zeiten von Corona und Krieg sei Kultur besonders wichtig, sagte sie zur Begrüßung, bevor sie den Gästen die Band vorstellte. Winter´s Jazz Workshop wurde in den 1990er Jahren von dem finnischen Jazzgitarristen Niklas Winter (Jahrgang 1969) gegründet und hat bereits mehrere Alben veröffentlicht. Mit dem Bandleader gemeinsam musizierten Severi Pyysalo (Vibrafon), Johnny Åman (Kontrabass) und Jussi Lehtonen (Schlagzeug). Es erklang moderner und frischer nordischer Jazz, zum Teil von Winter selbst komponiert. Unter den Gästen des gelungenen Abends waren Christine Hattaka, Präsidentin von Willkommen in Berlin, mit ihrem Mann Tuomo Hattaka, langjähriger Deutschland-Chef von Vattenfall, und der Journalist und Osteuropaexperte Mathias Brüggmann, Auslandschef des Handelsblatts.


Madeira: eine Insel für alle Sinne

Von Svetlana Alexeeva

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Madeira, ein Garten Eden auf Erden? Das klingt nach Klischee, aber das blühende Eiland im Atlantischen Ozean spricht genau diese biblische Vorstellung an. Lorbeerwälder, exotische Pflanzen, bunte Blumen, tropische Früchte, Weinberge, Vulkanlandschaften, über 1800 Meter hohe Gipfel und malerische Meeresbuchten mit kristallklarem Wasser – nichts scheint hier an Naturpracht zu fehlen.

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Bewährungsprobe für Deutschland und die EU. Von Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages

 

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"Deutschland vor großen Herausforderungen". Markus Jerger, Vorsitzender des Verbandes Der Mittelstand. BVMW, über steigende Energiepreise, Arbeitskräftemangel und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland


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